Eine Gehaltsabrechnung ist ein Dokument mit über zwanzig Pflichtangaben, das jeden Monat stimmen muss. Wir zeigen, welche Programme sie rechtssicher erzeugen, die Meldungen gleich mit erledigen und was sie kosten – von 12,90 € im Monat bis zur HR-Suite. Und wo du besser ein Lohnbüro nimmst.
Sortiert danach, ob die Buchhaltung mit im Programm laufen soll – oder ob du eine reine Lohn- und Gehaltssoftware suchst.
Die Suche nach „Gehaltsabrechnung Software“ führt zu denselben Programmen wie die nach Lohnsoftware – und das ist kein Zufall. Der Unterschied liegt nur in der Art des Bezugs: Ein Gehalt ist ein fester Monatsbetrag, ein Lohn wird nach Stunden abgerechnet und schwankt. Die Entgeltabrechnung ist der Oberbegriff, den auch die Verordnung verwendet, die den Inhalt der Abrechnung vorschreibt. Jedes Programm in diesem Vergleich beherrscht alle drei Formen, dazu Minijobs, Einmalzahlungen und geldwerte Vorteile.
Wenn du dagegen wissen willst, was die einzelnen Posten auf deiner Abrechnung bedeuten – Steuerklasse, SV-Tage, Zusatzbeitrag –, bist du auf der Erklärseite besser aufgehoben: Gehaltsabrechnung verstehen: Abzüge und Positionen erklärt →. Diese Seite hier ist für Arbeitgeber, die Abrechnungen erstellen müssen.
Nach § 108 der Gewerbeordnung hat jeder Arbeitnehmer Anspruch auf eine Abrechnung in Textform, sobald sich gegenüber der letzten Abrechnung etwas ändert. Welche Angaben mindestens hineingehören, regelt die Entgeltbescheinigungsverordnung (EBV) in § 1 – und die Liste ist lang. Wir haben sie in die drei Blöcke sortiert, in denen sie auf jeder Abrechnung auftauchen:
| Block | Pflichtangaben nach § 1 EBV |
|---|---|
| Kopfdaten | Name und Anschrift des Arbeitgebers; Name, Anschrift und Geburtsdatum des Arbeitnehmers; Sozialversicherungsnummer; Beginn (und ggf. Ende) der Beschäftigung; Abrechnungszeitraum mit der Zahl der Steuer- und SV-Tage; Steuerklasse, Kinderfreibeträge, Kirchensteuermerkmal, Steuer-ID; Beitragsgruppenschlüssel und Einzugsstelle (Krankenkasse); Kennzeichen für Kinderlosigkeit bzw. Kinderzahl in der Pflegeversicherung; Hinweise auf Übergangsbereich oder Mehrfachbeschäftigung |
| Bezüge | Bezeichnung und Betrag sämtlicher Bezüge, jeweils mit ihrer Wirkung auf Steuer und Sozialversicherung; die Summen für steuerpflichtigen Arbeitslohn, SV-Bruttoentgelt und Gesamtbrutto; pauschal besteuerte Bezüge gesondert |
| Abzüge und Ergebnis | Gesetzliche Abzüge vom steuerpflichtigen Arbeitslohn (Lohnsteuer, Kirchensteuer, Solidaritätszuschlag) und die Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung nach Zweigen; Nettoentgelt; sonstige Abzüge und Zuschläge (z. B. Pfändung, vermögenswirksame Leistungen); Auszahlungsbetrag |
Zusätzlich ist die Abrechnung ausdrücklich als Bescheinigung nach § 108 Abs. 3 Satz 1 GewO zu kennzeichnen (§ 1 Abs. 4 EBV). Wortlaut: gesetze-im-internet.de, geprüft 22.09.2026.
Kein Arbeitgeber tippt das jeden Monat von Hand. Aus der Liste ergibt sich deshalb direkt, was eine Gehaltsabrechnungssoftware können muss – und das sind unsere Vergleichskriterien:
Netto-Preise, Stand September 2026, ohne Gewähr – geprüft auf den Anbieterseiten.
| Programm | Typ | Meldewesen | Mitarbeiter-Dokumente | Preis | Note |
|---|---|---|---|---|---|
| Lexware Office Lohn & Gehalt | Add-on zur Buchhaltung (Cloud) | SV, Beitragsnachweise, ELSTER automatisch | Abrechnung als PDF, Archiv im Programm | ab 12,90 €/Monat + Lexware-Office-Paket ab 7,90 € | 4,8/5 |
| Sage Payroll | Standalone (Cloud) mit HR | automatisierbar inkl. gesetzlicher Meldungen | Mobile App für Mitarbeiter, ab Standard-Tarif Onboarding | 20/30/40 €/Monat inkl. 5 MA, +3/5/7 € je weiterem | 4,5/5 |
| DATALINE Lohnabzug | Windows-Desktop, Jahreslizenz | DEÜV und ELSTER enthalten, GKV-Zertifikat ab Tarif S | Online-Self-Service ab Tarif M | 99–1.499 €/Jahr je nach Abrechnungen und Mandanten | 4,1/5 |
| Personio | HR-Suite mit Payroll (Cloud) | ITSG-zertifiziert, Meldungen im System; alternativ DATEV-Übergabe | Mitarbeiterportal, Dokumente, Zeiterfassung | auf Anfrage | 4,0/5 |
| Lohnhelden (Lohnbüro) | Full-Service, keine Software nötig | alle Meldungen durch das Lohnbüro | Abrechnungen digital, Portal | ab 8,90 €/Abrechnungsfall, keine Grundgebühr | 4,6/5 |
Bewertungen sind redaktionelle Meinung auf Basis von Funktionsumfang, Preistransparenz und Preis-Leistung; Lexware Office zusätzlich aus eigener Nutzung seit 2018. Personio nennt keine öffentlichen Preise und richtet sich an Teams ab etwa 20–30 Mitarbeitern.
Das Lohn-Modul hängt an der Lexware-Office-Buchhaltung, die wir ohnehin zum Testsieger 2026 gekürt haben. Ein Assistent führt in drei Schritten durch jede Monatsabrechnung: Stammdaten sind einmal angelegt, danach erzeugt das Modul die EBV-konforme Abrechnung, übermittelt SV-Meldungen und Lohnsteueranmeldung über ELSTER und bucht die Lohnkosten direkt in EÜR und UStVA. Gehälter, Stundenlöhne, Minijobs und Einmalzahlungen sind abgedeckt. Unsere Redaktion rechnet damit seit 2018 die Gehälter der eigenen Agentur ab – ohne einen einzigen Meldefehler in über sieben Jahren.
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Wenn die Buchhaltung woanders läuft, ist Sage Payroll die stärkste reine Gehaltsabrechnungssoftware im Vergleich. Das Preismodell ist das transparenteste am Markt: Essentials 20 €, Standard 30 €, Premium 40 € pro Monat, jeweils fünf Mitarbeiter inklusive, jeder weitere 3, 5 oder 7 €. Alle Tarife rechnen automatisiert inklusive gesetzlicher Meldungen ab und bringen eine Mobile App mit, über die Mitarbeiter ihre Abrechnungen abrufen. Ab Standard kommen Onboarding-Funktionen dazu, Premium ergänzt Schicht- und Einsatzplanung. 30 Tage gratis, monatlich kündbar, bis 150 Mitarbeiter.
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DATALINE richtet sich an Betriebe, die ihre Gehaltsabrechnung bewusst lokal auf einem Windows-Rechner führen wollen. Die Lizenz gilt für ein Jahr und staffelt nach Abrechnungen pro Monat und Mandanten: LOHN XS für 99 € deckt bis zu fünf Abrechnungen ohne GKV-Zertifikat ab, LOHN S (229 €) bringt das Zertifikat mit, LOHN L (999 €) reicht für 50 Abrechnungen und vier Mandanten, LOHN XL (1.499 €) für 200 Abrechnungen und zehn Mandanten. DEÜV- und ELSTER-Verfahren sind in allen Tarifen enthalten, dazu ein DATEV-Buchungslisten-Export. Preise zzgl. USt., Stand Juli 2026.
Personio ist keine reine Gehaltssoftware, sondern eine HR-Suite mit Recruiting, Personalverwaltung und Zeiterfassung – und seit einiger Zeit mit eigener, ITSG-zertifizierter Lohnabrechnung, bei der HR-Stammdaten, Zeiten und Abrechnung in einem System laufen. Wer die Abrechnung beim Steuerberater lassen will, nutzt stattdessen die DATEV-Übergabe (LODAS und Lohn und Gehalt). Preise nennt Personio nur auf Anfrage; für Betriebe unter etwa 20 Mitarbeitern ist der Umfang meist zu groß.
Wer keine Software bedienen will, gibt die Gehaltsabrechnung an ein spezialisiertes Lohnbüro. Lohnhelden erstellt die Abrechnungen inklusive aller Meldungen und Bescheinigungen ab 8,90 € je Abrechnungsfall, ohne Grundgebühr – bei zehn Mitarbeitern also 89 € im Monat gegenüber 150 bis 250 € beim Steuerberater. Du lieferst monatlich nur Änderungen: neue Mitarbeiter, Stunden, Krankmeldungen.
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| 1–10 Mitarbeiter, Buchhaltung digital im eigenen Haus | Lexware Office Lohn & Gehalt | Günstigster Komplettweg, Buchung entsteht automatisch |
| 5–150 Mitarbeiter, Buchhaltung beim Steuerberater oder anderem Tool | Sage Payroll | Eigenständig, klare Preise, Mitarbeiter-App |
| Lokale Installation gewünscht, mehrere Mandanten | DATALINE Lohnabzug | Windows-Desktop, Jahreslizenz bis 10 Mandanten |
| Ab 20–30 Mitarbeiter mit HR-Bedarf (Recruiting, Zeiterfassung) | Personio | Abrechnung als Teil der HR-Suite, Preis auf Anfrage |
| Keine Zeit, keine Lust, Standardfälle | Lohnhelden | Halber Steuerberater-Preis, alles inklusive |
Aus Abrechnungen, die wir in den letzten Jahren gesehen haben – teils aus Excel, teils aus veralteten Programmen –, kehren dieselben Fehler wieder. Sie sind der eigentliche Grund, warum Gehaltsabrechnung heute nicht mehr von Hand gemacht werden sollte:
Was auf der fertigen Abrechnung dann steht und wie sich das Netto zusammensetzt, erklärt Gehaltsabrechnung verstehen →; die aktuellen Beitragssätze und die Anleitung zum Selbermachen stehen unter Lohnabrechnung selbst machen →.
Für kleine Betriebe, die ihre Buchhaltung digital führen, erzeugt das Lexware-Lohn-Modul die Gehaltsabrechnung nach Verordnung, meldet automatisch und bucht gleich mit – ab 12,90 €/Monat. Unsere Redaktion nutzt es seit 2018.
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