Kostenlose Rechnungsprogramme 2026

Rechnungsprogramm kostenlos: welche Gratis-Tarife wirklich taugen

Neun der 15 Rechnungsprogramme in unserem Vergleich lassen sich dauerhaft ohne Bezahlung nutzen. Jeder dieser Gratis-Tarife hat allerdings eine Grenze, die ihn für bestimmte Betriebe unbrauchbar macht, etwa drei Rechnungen im Monat, drei Kundenkontakte oder ein Logo des Anbieters auf jeder Rechnung. Diese Seite zeigt die Grenzen nebeneinander.

9 dauerhaft kostenlose Tarife Geprüft am 08.10.2026 Testphasen zählen nicht

Das Wichtigste in Kürze

  • Dauerhaft kostenlos sind im Vergleich sevDesk, BillingEngine, easybill, Papierkram, SumUp Rechnungen, Zervant und Fakturen (jeweils als Gratis-Tarif) sowie Fakturama und 123RECHNUNG (komplett kostenlos).
  • Testphasen zählen nicht: 14 oder 30 Tage Probezeit sind kein kostenloses Rechnungsprogramm. Danach wird bezahlt oder das Konto wechselt, wie bei sevDesk und easybill, automatisch in den Gratis-Tarif.
  • Mit E-Rechnung im Gratis-Tarif: sevDesk (bis 3 im Monat), BillingEngine (3), SumUp (4 laut Tabelle), easybill (50 Dokumente) und der Fakturen-Editor (1 ZUGFeRD-Rechnung pro Tag).
  • Unsere Empfehlung für die meisten: easybill Free, wenn wenige Stammkunden regelmäßig Rechnungen bekommen; sevDesk Free (Testnote 4,8/5), wenn nur gelegentlich eine Rechnung anfällt und später die Buchhaltung dazukommen soll.
  • Vorsicht bei Widersprüchen: Zervant und SumUp nennen für ihren Gratis-Tarif auf derselben Website unterschiedliche Rechnungsgrenzen. Wir zeigen beide Angaben.

Was hier als „kostenlos“ zählt

Aufgenommen haben wir nur Tarife, die der Anbieter ohne zeitliche Begrenzung kostenlos anbietet. Eine Testphase erfüllt das nicht, auch wenn manche Anbieter sie so bewerben: BuchhaltungsButler nennt in seinem Menü ein „Gratis Rechnungsprogramm“, angeboten werden auf der verlinkten Seite aber nur ein 14-Tage-Test und auf der Preisseite kein kostenloser Tarif. FastBill, WISO MeinBüro, Billomat und orgaMAX lassen sich ebenfalls nur befristet ausprobieren, Lexware Office hat keinen Gratis-Tarif.

Bei zwei Anbietern führt die Testphase automatisch in den Gratis-Tarif: sevDesk wechselt nach 14 Tagen, easybill nach einem 7-Tage-Test des Premium-Pakets. Das ist praktisch, weil keine Kündigung nötig ist; die zusätzlichen Funktionen der Testzeit fallen danach aber weg.

Kostenlose Buchhaltungsprogramme mit EÜR sind ein eigenes Thema, das wir unter kostenlose Buchhaltungssoftware behandeln. Hier geht es ausschließlich um Rechnungen, Angebote und Mahnungen.

Neun kostenlose Rechnungsprogramme und ihre Grenzen

Stand Oktober 2026, geprüft auf den Preisseiten der Anbieter. Preise ohne Gewähr.

ProgrammGrenze im Gratis-TarifE-Rechnung gratisWiederkehrende Rechnungen gratisErster Bezahltarif (netto)
sevDeskbis 3 (E-)Rechnungen pro Monat; keine Bankanbindung, keine Belegerfassungja, ZUGFeRD und XRechnungnein (ab Buchhaltung)9,90 € jährlich / 11,90 € monatlich1
BillingEngine3 Rechnungen, 3 Angebote, 3 Belege pro Monat; 1 Nutzer; Wasserzeichen auf den PDFsja, jede Rechnung ZUGFeRD und XRechnungnein (ab Basic)6 € jährlich / 7,50 € monatlich
easybill50 Dokumente pro Monat (auch erfasste Belege zählen), 3 Kontakte; Archivierungskosten möglichja, ZUGFeRD und XRechnungnein (ab Professional)9 € jährlich / 12 € monatlich
Papierkramkeine Rechnungsgrenze gefunden; Papierkram-Logo auf den Dokumenten, 100 MB SpeicherFormat offen2nein (ab S)12,90 € jährlich / 15,90 € monatlich
SumUp Rechnungen4 Rechnungen pro Monat laut Tabelle und FAQ; die Tarifkarte nennt „unbegrenzt“ja, bis 4 pro Monatlaut Tabelle ja8 € jährlich / 10 € monatlich
Zervantwidersprüchlich: „unbegrenzt“ laut Tarifkarte, 5 pro Monat laut FAQwidersprüchlich3nein (ab Plus)9 € jährlich / 11 € monatlich4
Fakturen1 ZUGFeRD-Rechnung pro Tag im Editor ohne Konto; Fakturen-Logonur ZUGFeRD (XRechnung erst im Abo)nein (nur Pro)9,99 € brutto monatlich (Gründerpreis)
Fakturamakeine; Open Source, lokal installiert (Windows, macOS, Linux)ZUGFeRD-Exportnicht belegtkein Bezahltarif
123RECHNUNGkeine; Freeware nur für Windowsneinnicht belegtkein Bezahltarif

1 sevDesk nennt monatlich 11,90 € auf der Tarifkarte und 12,90 € in Vergleichstabelle und FAQ. 2 Papierkram markiert im Free-Tarif „E-Rechnungen erstellen“ als enthalten, „XRechnungen und ZUGFeRD-Rechnungen erstellen“ nicht. 3 Zervant: XRechnung laut Preis-FAQ auch kostenlos, laut E-Rechnungsseite nicht. 4 Zervant netto nur mit USt-IdNr., sonst zzgl. 25,5 % finnischer Umsatzsteuer.

Welcher Gratis-Tarif zu welchem Betrieb passt

Die richtige Wahl hängt weniger vom Programm ab als davon, wie viele Rechnungen an wie viele verschiedene Kunden gehen und ob diese Kunden Unternehmen sind, die künftig eine E-Rechnung verlangen. Für die beiden getesteten Programme übernehmen wir die Note aus dem Einzeltest; alle anderen sind nach Anbieterangaben eingeordnet. Provision spielt bei dieser Auswahl keine Rolle: Papierkram, Fakturen und Fakturama empfehlen wir ohne Partnerprogramm.

Wenige Stammkunden, regelmäßige Rechnungen: easybill Free

easybill Free ist der großzügigste Gratis-Tarif mit E-Rechnung: 50 Dokumente im Monat einschließlich ZUGFeRD und XRechnung, dazu Angebote und Mahnungen. Die Grenze von drei Kontakten macht ihn ideal für Selbstständige mit wenigen festen Auftraggebern und ungeeignet für alle, die viele verschiedene Kunden haben. Zu beachten ist außerdem, dass erfasste Belege mitzählen und laut Preisseite auch für Free-Kunden je nach Dokumentenbestand Archivierungskosten anfallen können. Der Wechsel kostet als Starter 9 € bei Jahreszahlung und 12 € monatlich, Professional 25 € bzw. 39 €, Premium 37 € bzw. 45 €.

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Gelegentliche Rechnungen, später Buchhaltung: sevDesk Free (Testnote 4,8/5)

Der kostenlose Tarif von sevDesk erlaubt bis zu drei Rechnungen oder E-Rechnungen im Monat. Bankanbindung und Belegerfassung fehlen, Zahlungseingänge markierst du von Hand als bezahlt. Der Vorteil liegt im Weg nach oben: Wer später seine Buchhaltung selbst machen möchte, wechselt im selben Programm in den Tarif Buchhaltung, statt Kunden und Rechnungen umzuziehen. Details im sevDesk-Test.

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Kleinstmengen mit E-Rechnung: BillingEngine Free (Testnote 4,3/5)

BillingEngine Free deckt drei Rechnungen, drei Angebote und drei Belege im Monat für einen Nutzer ab. Jede Rechnung entsteht als ZUGFeRD- und XRechnung, die PDFs tragen allerdings ein Wasserzeichen, und wiederkehrende Rechnungen sowie das Mahnwesen fehlen. Für 6 € im Monat bei Jahreszahlung fallen diese Grenzen weitgehend. Mehr im BillingEngine-Test.

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Viele Kunden, keine Pflicht zur E-Rechnung: Papierkram Free

Papierkram Free ist der einzige Cloud-Tarif im Vergleich ohne erkennbare Rechnungsgrenze. Dafür trägt jedes Dokument das Papierkram-Logo, der Speicher ist auf 100 MB begrenzt, und Mahnwesen, wiederkehrende Rechnungen, DATEV-Export, Bankabruf und App fehlen. Ob der Gratis-Tarif XRechnung oder ZUGFeRD erzeugt, lässt die Preisseite offen; laut Tabelle ist Free außerdem nicht GoBD-zertifiziert, die Abo-Versionen sind es. Für Kleinunternehmer und Privatkundengeschäft, wo eine PDF-Rechnung weiterhin zulässig ist, kann das genügen. Die Abo-Tarife kosten S 12,90 € bzw. 15,90 €, M 24,90 € bzw. 29,90 € und L 49,90 € bzw. 59,90 € (jährlich bzw. monatlich).

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Eine einzelne E-Rechnung ohne Anmeldung: der Fakturen-Editor

Wer nur ab und zu eine E-Rechnung an einen Geschäftskunden schicken muss, kann den kostenlosen Editor von Fakturen ohne Konto nutzen: eine ZUGFeRD-Rechnung pro Tag, mit Fakturen-Logo. XRechnung, weitere Dokumentarten, Rechnungseingang und unbegrenzte Rechnungen gibt es erst im Abo, das der Anbieter nur brutto ausweist (Plus Solo 9,99 € im Monat als Gründerpreis).

Website von Fakturen →

Ohne Konto und ohne Cloud: Fakturama

Fakturama ist Open Source und damit ohne jede Mengengrenze kostenlos. Die Software läuft lokal unter Windows, macOS und Linux, erzeugt ZUGFeRD-Rechnungen und braucht LibreOffice oder OpenOffice für die Dokumente. Datensicherung und eine GoBD-konforme Ablage organisierst du selbst; was das konkret heißt, steht unter Rechnungsprogramm ohne Abo.

Website von Fakturama →

Widersprüchliche Anbieterangaben

Bei drei Gratis-Tarifen sagen Preisseite, Tabelle und FAQ desselben Anbieters nicht dasselbe. Wir haben die Angaben nicht geglättet, sondern führen beide; vor der Entscheidung lohnt eine Nachfrage beim Anbieter.

Zervant: Rechnungslimit und XRechnung unklar

Die Tarifkarte von Zervant Free verspricht „unbegrenzte Angebote & Rechnungen“, das FAQ derselben Preisseite spricht von einem monatlichen Rechnungslimit von 5. Zur E-Rechnung schreibt das Preis-FAQ, XRechnungen würden in der kostenlosen Version angeboten, während die E-Rechnungsseite des Anbieters sagt, der kostenlose Plan ermögliche hauptsächlich PDF-Rechnungen. Auch die Tarifnamen sind uneinheitlich (Start und Plus auf den Karten, Starter und Pro in den Empfehlungstexten). Die Bezahltarife kosten Start 9 € bei Jahreszahlung und 11 € monatlich, Plus 20 € bzw. 25 €; netto gilt das nur mit USt-IdNr., ohne sie kommen 25,5 % finnische Umsatzsteuer hinzu. Wiederkehrende Rechnungen gibt es erst in Plus, eine App für iOS und Android in allen Tarifen.

Website von Zervant →

SumUp Rechnungen: 4 Rechnungen oder unbegrenzt?

SumUp Rechnungen, der Nachfolger des eingestellten Debitoor, wirbt auf der Tarifkarte des kostenlosen Abos mit einer „unbegrenzten Anzahl an Rechnungen und Angeboten“. Vergleichstabelle und FAQ nennen dagegen 4 Rechnungen bzw. E-Rechnungen pro Kalendermonat, dazu eine Standard-Vorlage und eine Rechnungssprache; empfangene E-Rechnungen sind unbegrenzt. Plus kostet 8 € bei Jahreszahlung und 10 € monatlich. Die E-Rechnungsseite bewirbt zusätzlich 4 € im Monat im Jahresabo; das ist ein Aktionsrabatt von 50 % und nicht der reguläre Preis. Den automatischen Zahlungsabgleich gibt es über das SumUp-Geschäftskonto.

Zu SumUp Rechnungen → (Anzeige)

Papierkram: welches E-Rechnungsformat im Free-Tarif?

In der Vergleichstabelle von Papierkram ist die Zeile „E-Rechnungen erstellen“ für Free als enthalten markiert, die Zeile „XRechnungen und ZUGFeRD-Rechnungen erstellen“ dagegen nicht. Da eine E-Rechnung im Sinne des Umsatzsteuergesetzes ein Format nach der europäischen Norm voraussetzt, also in der Praxis XRechnung oder ZUGFeRD, bleibt offen, was der Gratis-Tarif genau erzeugt.

Wann sich ein Bezahltarif lohnt

Ein Gratis-Tarif ist ein guter Start, wird aber in vier Situationen zur Bremse. Erstens, sobald du regelmäßig an Unternehmen in Deutschland abrechnest und die Übergangsfrist für Papier- und PDF-Rechnungen für dich endet; dann muss jede dieser Rechnungen eine E-Rechnung sein (Fristen unter E-Rechnungspflicht). Zweitens, wenn Kunden nicht pünktlich zahlen und du ein Mahnwesen mit mehreren Stufen brauchst. Drittens bei Abo- oder Wartungsverträgen, für die wiederkehrende Rechnungen Zeit sparen, und viertens, wenn die Zahlungseingänge automatisch mit dem Bankkonto abgeglichen werden sollen.

Wer dann ohnehin bezahlt, sollte das Gesamtpaket betrachten. In unserem Vergleich aller 15 Rechnungsprogramme ist Lexware Office das beste Gesamtpaket: Rechnungen, Mahnungen und E-Rechnungen ab Tarif M für 12,90 € im Monat, die Buchhaltung ab L. Neukunden erhalten laut Preisseite 50 % Rabatt in den ersten drei Monaten. Lexware Office ansehen → (Anzeige)

Stand Oktober 2026. Alle Angaben wurden am 08.10.2026 auf den Preis- und Funktionsseiten der Anbieter geprüft. Preise ohne Gewähr; Links mit dem Zusatz (Anzeige) sind Partnerlinks, über die wir bei einem Abschluss eine Provision erhalten, ohne dass sich der Preis für dich ändert.

Häufige Fragen zu kostenlosen Rechnungsprogrammen

Dauerhaft kostenlose Tarife haben sevDesk, BillingEngine, easybill, Papierkram, SumUp Rechnungen, Zervant und Fakturen. Komplett kostenlos ohne Tarifgrenzen sind die Open-Source-Software Fakturama und die Windows-Freeware 123RECHNUNG.
Im Gratis-Tarif E-Rechnungen erzeugen sevDesk (bis 3 im Monat), BillingEngine (3), SumUp (4 laut Tabelle), easybill (50 Dokumente) und der Fakturen-Editor (eine ZUGFeRD-Rechnung pro Tag). Fakturama exportiert ZUGFeRD. Bei Zervant und Papierkram sind die Anbieterangaben zum Gratis-Tarif widersprüchlich bzw. offen.
Nein. Nach 7, 14 oder 30 Tagen musst du bezahlen oder verlierst Funktionen. Auf dieser Seite stehen nur Tarife, die der Anbieter ohne zeitliche Begrenzung kostenlos anbietet.
Jeder Gratis-Tarif ist begrenzt: in der Zahl der Rechnungen (sevDesk 3, BillingEngine 3, SumUp 4), der Kontakte (easybill 3), durch ein Anbieterlogo oder Wasserzeichen (Papierkram, BillingEngine, Fakturen) oder durch fehlendes Mahnwesen und fehlende Serienrechnungen. Desktop-Freeware verlagert Archivierung und Datensicherung auf dich.
Oft ja. Kleinunternehmer nach § 19 UStG dürfen ihre Rechnungen auch künftig als PDF oder auf Papier stellen (§ 34a UStDV) und schreiben meist wenige Rechnungen. Wichtig ist der Hinweis auf die Steuerbefreiung; mehr dazu unter Kleinunternehmer-Rechnung schreiben.
Bei den Cloud-Programmen ja, meist ohne Datenumzug: sevDesk, BillingEngine, easybill, Papierkram, SumUp und Zervant führen Gratis- und Bezahltarife im selben Konto. Die ersten Bezahltarife beginnen zwischen 6 € (BillingEngine, jährlich) und 12,90 € (Papierkram S, jährlich) netto im Monat.

Fazit: kostenlos ja, aber mit klarer Grenze

Für den Start reichen Gratis-Tarife oft aus. easybill Free ist am großzügigsten, solange die Zahl der Kunden klein bleibt; sevDesk Free ist der bessere Einstieg, wenn später die Buchhaltung im selben Programm dazukommen soll.

Alle Programme mit Bezahltarifen: Rechnungsprogramm-Vergleich · Ohne Abo: Desktop und Open Source

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