HR-Suite mit Lohnabrechnung

Personio Lohnabrechnung im Check 2026: Payroll in der HR-Suite oder Übergabe an DATEV

Personio ist die bekannteste HR-Software im deutschen Mittelstand – und bietet für die Lohnabrechnung zwei Wege: die eigene, ITSG-zertifizierte Payroll im System oder die Übergabe an DATEV, wenn der Steuerberater weiter rechnen soll. Wir ordnen ein, was beide Wege leisten, für wen Personio die richtige Größe hat und warum die Preisfrage offen bleibt.

Gesamtnote: 4,0 / 5 ab ca. 20–30 Mitarbeitern Preise auf Anfrage

Auf einen Blick

  • Produkt: Personio (HR-Suite) mit Personio Payroll
  • Anbieter: Personio SE & Co. KG, München
  • Preis: nur auf Anfrage – keine öffentliche Preisliste
  • Plattform: Cloud (Browser, App)
  • Eigene Abrechnung: Personio Payroll, ITSG-zertifiziert, Meldewesen automatisiert im System
  • DATEV-Übergabe: an LODAS und Lohn und Gehalt mit einem Klick
  • Umfang: Recruiting, Personalverwaltung, Zeiterfassung, Dokumente, Abwesenheiten

Unsere Bewertung

Gesamtnote:★★★★4,0 / 5
HR-Funktionen:★★★★★4,7
Lohnabrechnung:★★★★4,2
Preis-Transparenz:★★★2,6
Integration:★★★★★4,6
Beste Wahl ab 20–30 Mitarbeitern mit HR-Bedarf
Wenn ohnehin eine Personalsoftware gesucht wird

Zwei Wege zur Lohnabrechnung mit Personio

Personio war lange eine reine Personalsoftware, bei der die Löhne woanders gerechnet wurden. Das hat sich geändert: Heute gibt es zwei Optionen, die sich an derselben Stelle unterscheiden – wer die Abrechnung tatsächlich erstellt.

Weg 1: Personio Payroll – Abrechnung im System

Mit Personio Payroll wird die deutsche Lohn- und Gehaltsabrechnung direkt in Personio erstellt. Die Software ist ITSG-zertifiziert, Stammdaten, Zeiterfassung und Abrechnung laufen in einem System, und das Meldewesen ist nach Angaben von Personio vollständig automatisiert. Der Vorteil liegt auf der Hand: Änderungen an Gehalt, Arbeitszeit oder Abwesenheiten müssen nicht mehr an einen Dienstleister übermittelt werden – sie sind schon da, wo gerechnet wird.

Weg 2: DATEV-Integration – der Steuerberater rechnet weiter

Wer die Lohnabrechnung bei der Kanzlei lassen will, nutzt Personio als Datenlieferant: Alle lohnrelevanten Daten gehen mit einem Klick an DATEV, sowohl an LODAS als auch an Lohn und Gehalt. Die Kanzlei erstellt die Abrechnung wie bisher, hat aber keine Zettelwirtschaft mehr. Für viele Mittelständler ist das der pragmatische Weg: HR wird digital, der Steuerberater bleibt Haftungspartner für den Lohn.

Welche Systeme auf Kanzleiseite die Daten entgegennehmen: Lohnsoftware für Steuerberater → · Personio DATEV-Integration beim Anbieter

Was Personio kostet – und warum wir keine Zahl nennen

Personio veröffentlicht keine Preisliste. Die Preise richten sich nach Mitarbeiterzahl und gewählten Modulen und werden im Vertriebsgespräch genannt; das gilt auch für Personio Payroll. Wir geben deshalb bewusst keine Zahl an, die wir nicht belegen können – und ziehen in der Bewertung die Preis-Transparenz entsprechend ab. Für einen Vergleich mit den Anbietern, die ihre Preise nennen, hilft die Faustregel: Personio positioniert sich als Suite für den Mittelstand, nicht als Einstiegslösung. Für Betriebe unter etwa 20 Mitarbeitern ist der Umfang meist zu groß.

Was die Alternativen mit öffentlichen Preisen kosten – von 12,90 € (Lexware) über 20 € (Sage) bis zum Steuerberater: Lohnabrechnung Kosten →

Unsere Einschätzung

Stärken

  • HR und Lohn in einem System – Stammdaten, Zeiten und Abrechnung ohne Übertragung
  • Eigene Payroll ITSG-zertifiziert, Meldewesen automatisiert
  • Alternativ DATEV-Übergabe an LODAS und Lohn und Gehalt mit einem Klick
  • Vollständige HR-Suite: Recruiting, Onboarding, Zeiterfassung, Abwesenheiten, Dokumente, Mitarbeiterportal
  • Etablierter Anbieter aus Deutschland, im Mittelstand weit verbreitet

Schwächen

  • Keine öffentlichen Preise – Angebot nur im Vertriebsgespräch
  • Für Betriebe unter etwa 20 Mitarbeitern überdimensioniert; Lohn allein rechtfertigt Personio nicht
  • Keine integrierte Finanzbuchhaltung – Lohnbuchungen werden übergeben
  • Kein kostenloser Selbsttest ohne Kontakt zum Vertrieb
  • Bewertung nach Herstellerangaben; Personio hat kein Partnerprogramm, wir konnten es nicht selbst testen

„Personio ist die richtige Wahl, wenn die Frage lautet: Wir brauchen eine Personalsoftware – und die soll auch abrechnen können. Wenn die Frage nur lautet: Wie rechnen wir unsere Löhne ab? – dann ist Sage Payroll für einen Bruchteil des Aufwands die passendere Antwort.“ – Redaktion buchhaltungssoftware-test.de

Für wen Personio passt – und für wen nicht

Dein FallPasst Personio?Alternative
20–500 Mitarbeiter, HR soll digital werden, Lohn gleich mit ja – mit Personio Payroll
20+ Mitarbeiter, Steuerberater soll weiter rechnen ja – mit DATEV-ÜbergabeHRworks (ebenfalls Übergabe an DATEV/ADDISON)
5–20 Mitarbeiter, nur Lohnabrechnung gesuchtzu großSage Payroll ab 20 €/Monat inkl. 5 MA
1–10 Mitarbeiter, Buchhaltung digital im Hauszu großLexware Office Lohn & Gehalt ab 12,90 €/Monat
Feste, transparente Preise wichtigneinSage (20/30/40 €), Lexware (ab 12,90 €)

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Häufige Fragen zu Personio Lohnabrechnung

Ja, mit Personio Payroll: Die deutsche Lohn- und Gehaltsabrechnung wird direkt im System erstellt, ITSG-zertifiziert, mit automatisiertem Meldewesen. Stammdaten, Zeiterfassung und Abrechnung laufen in einem System. Alternativ übergibt Personio die Daten an DATEV, wenn der Steuerberater weiter rechnen soll.
Alle lohnrelevanten Daten – Stammdaten, Gehälter, Abwesenheiten, Einmalzahlungen – werden mit einem Klick an DATEV übertragen, sowohl an LODAS als auch an Lohn und Gehalt. Die Kanzlei erstellt daraus die Abrechnung. Personio ersetzt in diesem Weg die manuelle Datenlieferung, nicht den Steuerberater.
Personio nennt keine öffentlichen Preise; das Angebot richtet sich nach Mitarbeiterzahl und Modulen und wird im Vertriebsgespräch genannt. Das gilt auch für Personio Payroll. Anbieter mit öffentlichen Preisen: Lexware ab 12,90 €/Monat, Sage Payroll 20–40 €/Monat inkl. 5 Mitarbeiter.
Personio ist als HR-Suite für den Mittelstand gebaut; interessant wird es ab etwa 20–30 Mitarbeitern, wenn ohnehin eine Personalsoftware gesucht wird. Für die reine Lohnabrechnung kleiner Betriebe ist es überdimensioniert.
Sage Payroll (20 €/Monat inkl. 5 Mitarbeiter, bis 150) ist eine Lohnsoftware mit HR-Grundfunktionen und transparenten Preisen. Personio ist eine HR-Suite mit Lohnfunktion und Preis auf Anfrage. Wer Recruiting, Onboarding und Zeiterfassung braucht, nimmt Personio; wer Löhne abrechnen will, Sage.

Unser Urteil: 4,0 / 5 – stark als HR-Suite, offen beim Preis

Personio bietet für den Mittelstand beide Wege: Lohnabrechnung im System oder Übergabe an DATEV. Das ist technisch überzeugend – aber ohne öffentliche Preise und erst ab einer Betriebsgröße sinnvoll, bei der HR-Software ohnehin ansteht. Kleinere Betriebe rechnen mit Sage oder Lexware günstiger und transparenter.

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