Personio ist die bekannteste HR-Software im deutschen Mittelstand – und bietet für die Lohnabrechnung zwei Wege: die eigene, ITSG-zertifizierte Payroll im System oder die Übergabe an DATEV, wenn der Steuerberater weiter rechnen soll. Wir ordnen ein, was beide Wege leisten, für wen Personio die richtige Größe hat und warum die Preisfrage offen bleibt.
Personio war lange eine reine Personalsoftware, bei der die Löhne woanders gerechnet wurden. Das hat sich geändert: Heute gibt es zwei Optionen, die sich an derselben Stelle unterscheiden – wer die Abrechnung tatsächlich erstellt.
Mit Personio Payroll wird die deutsche Lohn- und Gehaltsabrechnung direkt in Personio erstellt. Die Software ist ITSG-zertifiziert, Stammdaten, Zeiterfassung und Abrechnung laufen in einem System, und das Meldewesen ist nach Angaben von Personio vollständig automatisiert. Der Vorteil liegt auf der Hand: Änderungen an Gehalt, Arbeitszeit oder Abwesenheiten müssen nicht mehr an einen Dienstleister übermittelt werden – sie sind schon da, wo gerechnet wird.
Wer die Lohnabrechnung bei der Kanzlei lassen will, nutzt Personio als Datenlieferant: Alle lohnrelevanten Daten gehen mit einem Klick an DATEV, sowohl an LODAS als auch an Lohn und Gehalt. Die Kanzlei erstellt die Abrechnung wie bisher, hat aber keine Zettelwirtschaft mehr. Für viele Mittelständler ist das der pragmatische Weg: HR wird digital, der Steuerberater bleibt Haftungspartner für den Lohn.
Welche Systeme auf Kanzleiseite die Daten entgegennehmen: Lohnsoftware für Steuerberater → · Personio DATEV-Integration beim Anbieter
Personio veröffentlicht keine Preisliste. Die Preise richten sich nach Mitarbeiterzahl und gewählten Modulen und werden im Vertriebsgespräch genannt; das gilt auch für Personio Payroll. Wir geben deshalb bewusst keine Zahl an, die wir nicht belegen können – und ziehen in der Bewertung die Preis-Transparenz entsprechend ab. Für einen Vergleich mit den Anbietern, die ihre Preise nennen, hilft die Faustregel: Personio positioniert sich als Suite für den Mittelstand, nicht als Einstiegslösung. Für Betriebe unter etwa 20 Mitarbeitern ist der Umfang meist zu groß.
Was die Alternativen mit öffentlichen Preisen kosten – von 12,90 € (Lexware) über 20 € (Sage) bis zum Steuerberater: Lohnabrechnung Kosten →
„Personio ist die richtige Wahl, wenn die Frage lautet: Wir brauchen eine Personalsoftware – und die soll auch abrechnen können. Wenn die Frage nur lautet: Wie rechnen wir unsere Löhne ab? – dann ist Sage Payroll für einen Bruchteil des Aufwands die passendere Antwort.“ – Redaktion buchhaltungssoftware-test.de
| Dein Fall | Passt Personio? | Alternative |
|---|---|---|
| 20–500 Mitarbeiter, HR soll digital werden, Lohn gleich mit | ja – mit Personio Payroll | – |
| 20+ Mitarbeiter, Steuerberater soll weiter rechnen | ja – mit DATEV-Übergabe | HRworks (ebenfalls Übergabe an DATEV/ADDISON) |
| 5–20 Mitarbeiter, nur Lohnabrechnung gesucht | zu groß | Sage Payroll ab 20 €/Monat inkl. 5 MA |
| 1–10 Mitarbeiter, Buchhaltung digital im Haus | zu groß | Lexware Office Lohn & Gehalt ab 12,90 €/Monat |
| Feste, transparente Preise wichtig | nein | Sage (20/30/40 €), Lexware (ab 12,90 €) |
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Personio bietet für den Mittelstand beide Wege: Lohnabrechnung im System oder Übergabe an DATEV. Das ist technisch überzeugend – aber ohne öffentliche Preise und erst ab einer Betriebsgröße sinnvoll, bei der HR-Software ohnehin ansteht. Kleinere Betriebe rechnen mit Sage oder Lexware günstiger und transparenter.
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