Mit den beiden DATEV-Lohnprogrammen werden monatlich rund 14,5 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland abgerechnet – fast immer über eine Kanzlei. Wir erklären, worin sich LODAS und Lohn und Gehalt unterscheiden, was die Lizenzen kosten, warum der Preis je Abrechnung nicht öffentlich ist und wann sich der Einsatz im eigenen Unternehmen lohnt.
Beide DATEV-Programme leisten fachlich dasselbe: die komplette Lohn- und Gehaltsabrechnung mit allen Meldeverfahren, Baulohn, Pfändungen, automatischer Datenübermittlung, Archivierung für Prüfungen und Anbindung an vor- und nachgelagerte Systeme. Der Unterschied ist der Ort der Verarbeitung – und daraus folgt, für welche Kanzlei welches Programm passt:
| DATEV LODAS | DATEV Lohn und Gehalt | |
|---|---|---|
| Verarbeitung | im DATEV-Rechenzentrum | vor Ort auf dem Kanzleirechner |
| Ausgelegt für | große Mandantenbestände, Abrechnung zum Monatsende | kleinere Mandanten, Abrechnungen auch außerhalb des festen Monatslaufs |
| Öffentlicher Dienst | abrechenbar | nein |
| Baulohn | ja | ja |
| Pfändungen | ja | ja |
| Lizenz classic | 27,20 €/Monat, weitere Lizenz 7,93 € | 27,20 €/Monat, weitere Lizenz 7,93 € |
| Lizenz comfort | 45,46 €/Monat, weitere Lizenz 13,66 € | 45,46 €/Monat, weitere Lizenz 13,66 € |
Angaben laut DATEV-Produktseite (abgerufen 22.09.2026) und DATEV-Preisliste für Unternehmen (Stand 01/2026, netto zzgl. USt.).
Die Faustregel in Kanzleien: LODAS für den großen Monatslauf mit vielen Mandanten, Lohn und Gehalt für alles, was flexibel zwischendurch abgerechnet werden muss. Viele Kanzleien setzen beides ein.
Die Lizenzpreise stehen in der DATEV-Preisliste für Unternehmen: 27,20 € im Monat für die classic-Variante (Netzlizenz bzw. Benutzerlizenz Einzelanwendung), 45,46 € für comfort; jede weitere Lizenz kostet 7,93 bzw. 13,66 €. Das ist aber nur der Rahmen. Je Arbeitnehmer und Monat fällt zusätzlich ein Abrechnungsgrundpreis für die DATEV-Cloud-Services an, den DATEV nicht öffentlich ausweist – die Preisliste verweist dafür an die Steuerberatung. Einen öffentlichen DATEV-Preis „pro Lohnabrechnung“, wie ihn Lohnbüros nennen, gibt es nicht.
Für Mandanten ist das ohnehin die falsche Frage: Wer über die Kanzlei abrechnet, zahlt nicht die DATEV-Lizenz, sondern das Honorar des Steuerberaters – üblich sind 15 bis 25 € je Mitarbeiter und Monat für die laufende Abrechnung, bei zehn Mitarbeitern also 150 bis 250 €. Was darin steckt und was Alternativen kosten: Lohnabrechnung beim Steuerberater →
DATEV bietet beide Programme auch Unternehmen zum Selbsteinsatz an. Sinnvoll ist das unter drei Bedingungen: Es gibt eine Lohn-Fachkraft im Haus, die Kanzlei bucht ohnehin im DATEV-Rechnungswesen (dann fließen die Lohnbuchungen ohne Schnittstelle), und die Mitarbeiterzahl rechtfertigt Lizenz plus Grundpreis. Für kleine Betriebe ohne Fachkraft ist das selten der richtige Weg – die Selbstabrechner-Programme sind auf genau diese Zielgruppe zugeschnitten: Lohnsoftware-Vergleich →
„DATEV ist die richtige Antwort, wenn die Frage lautet: Womit soll meine Kanzlei rechnen? Wenn die Frage lautet: Wie rechne ich meine fünf Mitarbeiter ab? – dann ist sie es nicht.“ – Redaktion buchhaltungssoftware-test.de
Die Cloud-Alternative der eurodata AG rechnet 6,6 Millionen Abrechnungen im Jahr für 56.000 Mandanten – ITSG-zertifiziert, mit Baulohn, abgerechnet je Lohnabrechnung. edlohn im Profil → · Alle Kanzleisysteme: Lohnsoftware für Steuerberater →
Wer die Lohnabrechnung ins eigene Haus holt, braucht kein DATEV: Lexware Office Lohn & Gehalt (ab 12,90 €/Monat, in die Buchhaltung integriert, Testsieger 2026) oder Sage Payroll (20 €/Monat inkl. 5 Mitarbeiter, Standalone). Beide exportieren Buchungsstapel im DATEV-Format, damit die Kanzlei die Lohnkosten weiter im Rechnungswesen führen kann. Lexware Office 30 Tage gratis testen → (Anzeige)
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DATEV Lohn und Gehalt und LODAS sind die Referenz im Kanzleimarkt, und daran wird sich absehbar nichts ändern. Als Unternehmer musst du das System nicht verstehen, um die richtige Entscheidung zu treffen: Ob deine Löhne bei der Kanzlei bleiben, zum Lohnbüro gehen oder ins eigene Haus kommen, entscheidet dein Betrieb – nicht die Software.
Selbst abrechnen ab 12,90 €/Monat: Lexware Office. Abgeben ab 8,90 €/Fall: Lohnhelden. Kosten für deine Mitarbeiterzahl →
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