Der Standard der Steuerberater – im Profil

DATEV Lohn und Gehalt und DATEV LODAS: Der Standard der Steuerberater im Profil

Mit den beiden DATEV-Lohnprogrammen werden monatlich rund 14,5 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland abgerechnet – fast immer über eine Kanzlei. Wir erklären, worin sich LODAS und Lohn und Gehalt unterscheiden, was die Lizenzen kosten, warum der Preis je Abrechnung nicht öffentlich ist und wann sich der Einsatz im eigenen Unternehmen lohnt.

Kein Testurteil: Kanzleisystem Angaben von DATEV, Preisliste Stand 01/2026 14,5 Mio. abgerechnete Arbeitnehmer/Monat

Auf einen Blick

  • Produkte: DATEV LODAS und DATEV Lohn und Gehalt (je classic / comfort)
  • Anbieter: DATEV eG, Nürnberg (Genossenschaft der Steuerberater)
  • Lizenz: 27,20 €/Monat (classic), 45,46 €/Monat (comfort), netto
  • Zusätzlich: Abrechnungsgrundpreis je Arbeitnehmer – nicht öffentlich
  • Meldungen: automatische Übermittlung an Institutionen und branchenspezifische Meldestellen
  • Baulohn / Pfändungen: beide Programme
  • Bezug: über die Steuerberatung oder mit eigener Lizenz

Unsere Einordnung

  • Marktstandard – rund 14,5 Mio. Arbeitnehmer monatlich (Angabe DATEV)
  • Für Kanzleien: die Referenz, an der alles andere gemessen wird
  • Für Unternehmen ohne Lohn-Fachkraft: selten der richtige Weg
  • Mandanten müssen das System nicht kennen – nur die Alternativen
Kein Testurteil: Kanzleisysteme lassen sich ohne Kanzleizugang nicht nach unserer Testmethodik prüfen, und der Grundpreis je Arbeitnehmer ist nicht öffentlich. Dieses Profil ordnet ein, es bewertet nicht.

LODAS oder Lohn und Gehalt – worin sich die beiden Programme unterscheiden

Beide DATEV-Programme leisten fachlich dasselbe: die komplette Lohn- und Gehaltsabrechnung mit allen Meldeverfahren, Baulohn, Pfändungen, automatischer Datenübermittlung, Archivierung für Prüfungen und Anbindung an vor- und nachgelagerte Systeme. Der Unterschied ist der Ort der Verarbeitung – und daraus folgt, für welche Kanzlei welches Programm passt:

DATEV LODASDATEV Lohn und Gehalt
Verarbeitungim DATEV-Rechenzentrumvor Ort auf dem Kanzleirechner
Ausgelegt fürgroße Mandantenbestände, Abrechnung zum Monatsendekleinere Mandanten, Abrechnungen auch außerhalb des festen Monatslaufs
Öffentlicher Dienst abrechenbarnein
Baulohn ja ja
Pfändungen ja ja
Lizenz classic27,20 €/Monat, weitere Lizenz 7,93 €27,20 €/Monat, weitere Lizenz 7,93 €
Lizenz comfort45,46 €/Monat, weitere Lizenz 13,66 €45,46 €/Monat, weitere Lizenz 13,66 €

Angaben laut DATEV-Produktseite (abgerufen 22.09.2026) und DATEV-Preisliste für Unternehmen (Stand 01/2026, netto zzgl. USt.).

Die Faustregel in Kanzleien: LODAS für den großen Monatslauf mit vielen Mandanten, Lohn und Gehalt für alles, was flexibel zwischendurch abgerechnet werden muss. Viele Kanzleien setzen beides ein.

Was DATEV Lohnabrechnung kostet – und warum die wichtigste Zahl fehlt

Die Lizenzpreise stehen in der DATEV-Preisliste für Unternehmen: 27,20 € im Monat für die classic-Variante (Netzlizenz bzw. Benutzerlizenz Einzelanwendung), 45,46 € für comfort; jede weitere Lizenz kostet 7,93 bzw. 13,66 €. Das ist aber nur der Rahmen. Je Arbeitnehmer und Monat fällt zusätzlich ein Abrechnungsgrundpreis für die DATEV-Cloud-Services an, den DATEV nicht öffentlich ausweist – die Preisliste verweist dafür an die Steuerberatung. Einen öffentlichen DATEV-Preis „pro Lohnabrechnung“, wie ihn Lohnbüros nennen, gibt es nicht.

Für Mandanten ist das ohnehin die falsche Frage: Wer über die Kanzlei abrechnet, zahlt nicht die DATEV-Lizenz, sondern das Honorar des Steuerberaters – üblich sind 15 bis 25 € je Mitarbeiter und Monat für die laufende Abrechnung, bei zehn Mitarbeitern also 150 bis 250 €. Was darin steckt und was Alternativen kosten: Lohnabrechnung beim Steuerberater →

Eigene DATEV-Lizenz im Unternehmen: Wann das sinnvoll ist

DATEV bietet beide Programme auch Unternehmen zum Selbsteinsatz an. Sinnvoll ist das unter drei Bedingungen: Es gibt eine Lohn-Fachkraft im Haus, die Kanzlei bucht ohnehin im DATEV-Rechnungswesen (dann fließen die Lohnbuchungen ohne Schnittstelle), und die Mitarbeiterzahl rechtfertigt Lizenz plus Grundpreis. Für kleine Betriebe ohne Fachkraft ist das selten der richtige Weg – die Selbstabrechner-Programme sind auf genau diese Zielgruppe zugeschnitten: Lohnsoftware-Vergleich →

Was für DATEV spricht – und was dagegen

Was dafür spricht

  • Marktstandard: fast jede Kanzlei arbeitet damit, jede HR-Software hat eine DATEV-Schnittstelle
  • Rechenzentrum, Meldewesen und Archivierung aus einer Hand, geprüft in Millionen Abrechnungen pro Monat
  • Baulohn, Pfändungen, öffentlicher Dienst (LODAS) – Sonderfälle sind Standard, nicht Ausnahme
  • Nahtlos mit dem DATEV-Rechnungswesen der Kanzlei verbunden
  • Lohndienstleistung durch DATEV selbst, wenn der Kanzlei Personal fehlt

Was dagegen spricht

  • Der entscheidende Preis – Grundpreis je Arbeitnehmer – ist nicht öffentlich
  • Für Unternehmen ohne Lohn-Fachkraft zu komplex; Selbstabrechner-Programme sind dafür gebaut
  • Windows-Software mit Rechenzentrums-Anbindung, keine reine Browser-Lösung wie edlohn oder Sage
  • Kein kostenloser Test, kein Einstieg ohne Kanzlei oder DATEV-Mitgliedschaft

„DATEV ist die richtige Antwort, wenn die Frage lautet: Womit soll meine Kanzlei rechnen? Wenn die Frage lautet: Wie rechne ich meine fünf Mitarbeiter ab? – dann ist sie es nicht.“ – Redaktion buchhaltungssoftware-test.de

Alternativen zu DATEV Lohn

Für Kanzleien und Lohnbüros: edlohn

Die Cloud-Alternative der eurodata AG rechnet 6,6 Millionen Abrechnungen im Jahr für 56.000 Mandanten – ITSG-zertifiziert, mit Baulohn, abgerechnet je Lohnabrechnung. edlohn im Profil → · Alle Kanzleisysteme: Lohnsoftware für Steuerberater →

Für Unternehmen, die selbst abrechnen wollen

Wer die Lohnabrechnung ins eigene Haus holt, braucht kein DATEV: Lexware Office Lohn & Gehalt (ab 12,90 €/Monat, in die Buchhaltung integriert, Testsieger 2026) oder Sage Payroll (20 €/Monat inkl. 5 Mitarbeiter, Standalone). Beide exportieren Buchungsstapel im DATEV-Format, damit die Kanzlei die Lohnkosten weiter im Rechnungswesen führen kann. Lexware Office 30 Tage gratis testen → (Anzeige)

Für Unternehmen, die abgeben wollen – ohne Kanzlei-Honorar

Ein spezialisiertes Lohnbüro liefert dieselbe Abrechnung zum halben Preis: Lohnhelden ab 8,90 € je Abrechnungsfall ohne Grundgebühr, inklusive aller Meldungen und Baulohn. Lohnhelden anfragen → (Anzeige) · Lohnbüros im Vergleich →

Häufige Fragen zu DATEV Lohn und Gehalt

LODAS rechnet im DATEV-Rechenzentrum und ist für große Mandantenbestände mit festem Monatslauf ausgelegt; es kann zusätzlich den öffentlichen Dienst abrechnen. Lohn und Gehalt läuft vor Ort in der Kanzlei und eignet sich für kleinere Mandanten und Abrechnungen außerhalb des Monatslaufs. Baulohn, Pfändungen und Meldewesen beherrschen beide, die Lizenzpreise sind identisch.
Laut DATEV-Preisliste (Stand 01/2026): 27,20 €/Monat für classic, 45,46 €/Monat für comfort, jede weitere Lizenz 7,93 bzw. 13,66 € (netto). Dazu kommt je Arbeitnehmer und Monat ein Abrechnungsgrundpreis für die Cloud-Services, den DATEV nicht öffentlich nennt. Über die Kanzlei zahlst du stattdessen deren Honorar, üblich 15–25 € je Mitarbeiter und Monat.
Ja, beide Programme gibt es mit eigener Lizenz für Unternehmen. Sinnvoll ist das mit einer Lohn-Fachkraft im Haus und wenn die Kanzlei ohnehin im DATEV-Rechnungswesen bucht. Für kleine Betriebe ohne Fachkraft sind Selbstabrechner-Programme wie Lexware Office (ab 12,90 €/Monat) oder Sage Payroll (ab 20 €/Monat) der einfachere Weg.
Nach Angaben von DATEV werden mit LODAS und Lohn und Gehalt monatlich rund 14,5 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland abgerechnet – bei etwa 35 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ein erheblicher Teil aller Lohnabrechnungen im Land.
Für Kanzleien: edlohn (eurodata, Cloud, 56.000 Mandanten), Agenda und ADDISON. Für Unternehmen, die selbst abrechnen: Lexware Office Lohn & Gehalt oder Sage Payroll. Für Unternehmen, die abgeben wollen: spezialisierte Lohnbüros wie Lohnhelden ab 8,90 €/Fall – meist günstiger als das Kanzlei-Honorar.

Für Kanzleien der Standard – für Mandanten eine Frage der Alternativen

DATEV Lohn und Gehalt und LODAS sind die Referenz im Kanzleimarkt, und daran wird sich absehbar nichts ändern. Als Unternehmer musst du das System nicht verstehen, um die richtige Entscheidung zu treffen: Ob deine Löhne bei der Kanzlei bleiben, zum Lohnbüro gehen oder ins eigene Haus kommen, entscheidet dein Betrieb – nicht die Software.

Selbst abrechnen ab 12,90 €/Monat: Lexware Office. Abgeben ab 8,90 €/Fall: Lohnhelden. Kosten für deine Mitarbeiterzahl →

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