Personalsoftware mit vorbereitender Lohnabrechnung

HRworks im Check 2026: Personalsoftware mit vorbereitender Lohnabrechnung für die Kanzlei

HRworks rechnet keine Löhne – und das ist Absicht. Die HR-Suite aus dem Mittelstand digitalisiert Personalverwaltung, Zeitwirtschaft und Reisekosten und übergibt die lohnrelevanten Daten an DATEV oder ADDISON, wo Steuerberater oder Lohnbüro die eigentliche Abrechnung erstellen. Wir erklären, wann das der richtige Zuschnitt ist und wann nicht.

Gesamtnote: 3,8 / 5 mindestens 20 Nutzer Preise auf Anfrage

Auf einen Blick

  • Produkt: HR WORKS und HR WORKS Pro
  • Anbieter: HRworks GmbH, Freiburg
  • Preis: pro aktivem Nutzer und Monat, mindestens 20 Nutzer berechnet – Preise auf Anfrage
  • Laufzeit: ohne Mindestlaufzeit, Nutzerzahl monatlich anpassbar
  • Plattform: Cloud (Betrieb bei AWS)
  • Lohnabrechnung: vorbereitend – die Abrechnung erstellt Steuerberater oder Lohnbüro
  • Schnittstellen: DATEV, ADDISON
  • Module: Personalverwaltung, Zeitwirtschaft, Lohn & Gehalt (vorbereitend), Reisekosten, Personalentwicklung

Unsere Bewertung

Gesamtnote:★★★★3,8 / 5
HR-Funktionen:★★★★4,4
Lohnabrechnung:★★★3,0
Preis-Transparenz:★★★2,8
Integration:★★★★4,3
Beste Wahl, wenn die Kanzlei weiter rechnen soll
HR digital, Lohn beim Steuerberater – ab 20 Nutzern

Was HRworks bei der Lohnabrechnung macht – und was nicht

Der wichtigste Satz zuerst: HRworks erstellt keine Lohnabrechnung. Das Modul „Lohn & Gehalt“ ist eine vorbereitende Lohnabrechnung: HRworks sammelt alle lohnrelevanten Daten – Stammdaten, Gehälter, Arbeitszeiten, Abwesenheiten, Reisekosten, Einmalzahlungen – und übergibt sie per Schnittstelle an DATEV oder ADDISON. Dort erstellt der Steuerberater oder das Lohnbüro die Abrechnung, führt das Lohnkonto und gibt die Meldungen ab.

Für viele Mittelständler ist genau das der gewünschte Zuschnitt: Die Personalarbeit wird digital, aber die Verantwortung für Lohnsteuer und Sozialversicherung bleibt beim Haftungspartner. Wer dagegen die Löhne ins eigene Haus holen will, braucht eine andere Software – HRworks ist dafür nicht gebaut.

Was HRworks sonst kann

  • Personalverwaltung: digitale Personalakte, Dokumente, Onboarding, Organigramm
  • Zeitwirtschaft: Zeiterfassung, Urlaubsverwaltung, Abwesenheiten, Schichtplanung
  • Reisekostenabrechnung – historisch der Kern von HRworks, entsprechend ausgereift
  • Personalentwicklung: Ziele, Feedback, Weiterbildung
  • Übergabe der Lohndaten an DATEV und ADDISON

Welche Kanzleisysteme die Daten entgegennehmen und was dort passiert: Lohnsoftware für Steuerberater → · HRworks Preise beim Anbieter

Was HRworks kostet

HRworks nennt keine konkreten Preise, sondern das Modell: Abgerechnet wird pro aktivem Nutzer und Monat, Stichtag ist der letzte Tag des Monats, die Nutzerzahl lässt sich jederzeit erhöhen oder senken, es gibt keine Mindestlaufzeit – aber mindestens 20 Nutzer werden berechnet. Wer zwölf Mitarbeiter hat, zahlt also für zwanzig. Das günstige Preis-Leistungs-Verhältnis begründet HRworks mit der großen Kundenzahl, dem Cloud-Betrieb bei AWS und automatisierter Verwaltung. Ein konkretes Angebot gibt es kostenlos auf Anfrage.

Zu den HRworks-Kosten kommt bei diesem Zuschnitt immer das Honorar der Kanzlei oder des Lohnbüros für die eigentliche Abrechnung – üblich 15 bis 25 € je Mitarbeiter beim Steuerberater, ab 8,90 € beim Lohnbüro. Rechenbeispiele: Lohnabrechnung Kosten →

Unsere Einschätzung

Stärken

  • Sauberer Zuschnitt: HR digital, Lohn bleibt beim Haftungspartner – für viele Mittelständler genau richtig
  • Übergabe an DATEV und ADDISON – die beiden verbreitetsten Kanzleisysteme
  • Reisekostenabrechnung als ausgereifter Kern, dazu Zeitwirtschaft und Personalakte
  • Keine Mindestlaufzeit, Nutzerzahl monatlich anpassbar
  • Cloud-Betrieb, kein Client, kein Server im Haus

Schwächen

  • Keine eigene Lohnabrechnung – wer selbst rechnen will, braucht ein anderes Programm
  • Mindestens 20 Nutzer werden berechnet – für kleinere Teams unverhältnismäßig
  • Keine öffentlichen Preise
  • Ohne Personio Payroll-Pendant: Die Suite kann nicht auf eigene Abrechnung umgestellt werden
  • Bewertung nach Herstellerangaben; HRworks hat kein Partnerprogramm, kein Eigentest

„HRworks beantwortet eine andere Frage als die meisten Programme in unserem Vergleich: nicht „Wie rechne ich ab?“, sondern „Wie liefere ich der Kanzlei saubere Daten?“. Wer die erste Frage stellt, ist bei Sage oder Lexware richtig.“ – Redaktion buchhaltungssoftware-test.de

Für wen HRworks passt – und für wen nicht

Dein FallPasst HRworks?Alternative
20+ Mitarbeiter, HR digital, Steuerberater rechnet weiter ja – der KernfallPersonio mit DATEV-Übergabe
20+ Mitarbeiter, Lohn soll ins eigene Hausnein – keine eigene AbrechnungPersonio Payroll oder Sage Payroll
Viele Reisekosten, Außendienst ja – historische Stärke
Unter 20 Mitarbeiterunverhältnismäßig (20 Nutzer Minimum)Sage Payroll ab 20 €/Monat inkl. 5 MA
Buchhaltung und Lohn aus einer HandneinLexware Office Lohn & Gehalt ab 12,90 €/Monat

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Häufige Fragen zu HRworks

Nein. HRworks bietet eine vorbereitende Lohnabrechnung: Es sammelt alle lohnrelevanten Daten (Stammdaten, Gehälter, Zeiten, Abwesenheiten, Reisekosten) und übergibt sie per Schnittstelle an DATEV oder ADDISON. Die eigentliche Abrechnung erstellt der Steuerberater oder das Lohnbüro.
HRworks rechnet pro aktivem Nutzer und Monat ab, ohne Mindestlaufzeit, aber mit mindestens 20 berechneten Nutzern. Konkrete Preise nennt der Anbieter nur auf Anfrage. Dazu kommt das Honorar der Kanzlei oder des Lohnbüros für die eigentliche Abrechnung.
HRworks übergibt die lohnrelevanten Daten an DATEV (LODAS und Lohn und Gehalt) und an ADDISON von Wolters Kluwer – die beiden verbreitetsten Kanzleisysteme in Deutschland.
Beide sind HR-Suiten für den Mittelstand mit DATEV-Übergabe. Der Unterschied: Personio kann mit Personio Payroll inzwischen auch selbst abrechnen, HRworks nicht. Wer die Option auf eigene Abrechnung offenhalten will, nimmt Personio; wer bewusst bei der Kanzlei bleibt und Reisekosten im Fokus hat, HRworks.
Unter 20 Mitarbeitern kaum: HRworks berechnet mindestens 20 Nutzer. Für kleine Betriebe, die selbst abrechnen wollen, sind Lexware Office Lohn & Gehalt (ab 12,90 €/Monat) oder Sage Payroll (ab 20 €/Monat inkl. 5 Mitarbeiter) die passenden Programme.

Unser Urteil: 3,8 / 5 – gut in seiner Rolle, aber keine Lohnsoftware

HRworks ist eine solide HR-Suite für Betriebe ab 20 Mitarbeitern, die ihre Personalarbeit digitalisieren und die Lohnabrechnung bewusst beim Steuerberater lassen. In einem Lohnsoftware-Vergleich kann es deshalb nur eine Nebenrolle spielen: Es rechnet nicht ab – und will das auch nicht.

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